//neugier (und das streben nach glück)

Glücksmechanismus im Hirn:
springt an, wenn wir uns auf mögliches Glück zubewegen (Vorfreude)

ventrales Tegmentum im Hirnstamm schickt über Nervenfasern Dopamin ins Vorderhirn, dies aktiviert Nucleus accumbens, einen Nervenknoten im unteren Bereich des Vorderhirns (Belohnungszentrum), hier wird das Dopamin ausgeschüttet.

–> typisch für Antriebs-Regulation, dass man wie mit Scheuklappen auf Ziel zusteuert

wenn Ziel erreicht, wird er orbitale Frontallappen aktiv

–> man wird sich Freude bewusst und Frontallappen hat Informationen an Nucleus accumbens zurückgegeben, dass Vorfreude berechtigt war

zwischen den beiden Mechanismen besteht eine enge reziproke Beziehung
der für Antrieb zuständige Nucleus accumbens und für Vernunft zuständiges Frontalhirn sind schleifenartig miteinander verknüpft

–> gesamtes System extrem lernfähig

Wille/Motivation um „Glück“/Verbesserung zu erreichen

Dopamin an Auswahl und Aktivierung von motorischen Verhaltensprogrammen beteiligt

–> Botenstoff der Vorfreude, der uns auf Weg bringt, un unserem Glück zu nähern

Dopamin-Produktion reagiert besonders auf Neues und Überraschendes mit großer Aktivität

bei Kindern eher zu viele Dopaminfasern (Überschuss an Dopamin)

Frontallappen noch nicht ausgereift und Kontrolle vonHandlungen durch Vernunft gering (Neugier, Unruhe etc)

mit Älterwerden stellen einige Dopaminfasern die Aktivität ein

–> wie viele Dopaminfasern Arbeit einstellen, hängt davon ab, wie sehr man sie nutzt (besonders kreative Menschen haben sich die kindliche Neugier noch lange bewahrt)

Fazit: jeden Tag etwas Neues lernen, seine Fähigkeiten einsetzen :)

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„Lust ist biologisch eng mit dem Phänomen des Wachstums verknüpft, das ein wichtiger Ausdruck für die sich abspielenden Lebensvorgänge ist. Indem wir uns die Umwelt sowohl körperlich als auch seelisch einverleiben, wachsen wir (…). Wir genießen die Ausgestaltung und Erweiterung unseres Daseins, die zunehmende Kraft, die Entwicklung unserer Bewegungskoordination und unserer motorischen Fähigkeiten, die Vertiefung und Ausdehnung sozialer Beziehungen und die Bereicherung unseres Lebens. Wer gesund ist, hat Appetit aufs Leben, ist lernbegierig und will neue Erfahrungen in sich aufnehmen.“
– Alexander Lowen

Das Molekül Dopamin, ein Botenstoff, der an zwei Stellen im Gehirn gebildet wird. Er ist hauptsächlich für gute Gefühle und Lernen verantwortlich.Dopamin ist an der Steuerung der Wachheit und der Lenkung der Aufmerksamkeit beteiligt: „Es steigert Neugierde, Lernvermögen und Phantasie, Kreativität und Lust auf Sex.“ Dopamin wird immer dann im Gehirn ausgeschüttet, wenn der Mensch etwas oder jemanden begehrt, daher wird es auch das Molekül des „Wollens“ genannt. Zudem werden immer dann besonders viele Dopamine und opiateähnliche Stoffe ausgeschüttet, wenn bestimmte Erwartungen positiv übertroffen werden. Der Psychiatrieprofessor und Neurowissenschaftler Manfred Spitzer fasst in seinem Buch „Lernen“ den Zusammenhang von Dopamin, Lernen und Lust wie folgt zusammen: „Das (…) Dopaminsystem ist für die Bewertung von Reizen zuständig. (…) Bedeutsam ist, was neu ist, (…) was für uns gut ist und vor allem was für uns besser ist, als wir zuvor erwartet hatten. Dieses System treibt uns um, motiviert unsere Handlungen und bestimmt was wir lernen.“

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